Von Marken bis Groningen

Auf dieser Seite findet Ihr die Boots- und Tourangaben mit einer Karte, eine Reisebeschreibung nebst Fotos sowie ganz am Ende unsere persönlichen Empfehlungen.

Schiffsname: La Palma
Länge: 13,1 Meter
Vercharterer: De Driesprong Yachtcharter
Heimathafen: Langelille
Gesamtstrecke: ca. 375 km 

Samstag: Langelille –> Marken (83 km)
Montag: Marken –> Warkum (69 km)
Dienstag: Warkum –> Burgumer Meer (78 km)
Mittwoch: Burgumer Meer –> Groningen (41 km)
Samstag: Groningen –> Naturanleger (62 km)
Freitag: Naturanleger –> Langelille (42 km)

Marken als touristisches Ausflugsziel

Für unseren ersten Törn ließen wir es dieses Mal langsam angehen und verbrachten die erste Nacht noch im Heimathafen bei unserem Vercharterer De Driesprong in Langelille. Am Samstagmorgen ging es dann los! Bei gutem Wetter und wenig Wind fuhren wir durch die Schleuse bei Lemmer aufs Ijsselmeer. Nach einer ruhigen Überquerung erreichten wir um die Mittagszeit die Schleuse bei Enkhuizen, durch die wir ins Markermeer kamen. Auch dieses durchfuhren wir ohne nennenswerte Vorkommnisse, um gegen 18:00 Uhr nach etwa 83 Kilometern im Hafen von Marken einzulaufen. Der nette Hafenmeister wies uns an, an der Kaimauer zwischen den Anlegerstegen längsseits festzumachen, weil er wusste, dass das Segelboot, welches wir so blockierten, in den nächsten Tagen nicht bewegt würde.

Marken entpuppte sich als kleiner Ort auf einer ebenso kleinen Insel mit einem kleinen Leuchtturm an der äußersten Ostseite zur Einfahrt in Richtung Amsterdam. Mit dem Fährbetrieb auf der Insel war diese gleichsam ein begehrtes touristisches Ausflugsziel, mit einer Vielzahl an Lokalen. Hier verbrachten wie zwei Nächte, um uns am Sonntag in aller Ruhe die Insel bei einem Spaziergang bis zum Leuchtturm anzuschauen.

Am Montagmorgen starteten wir unsere Rückfahrt nach Friesland, um am Mittwoch in Groningen einlaufen zu können, denn es wurde ein mehrtägiges Sturmtief ab Donnerstag vorhergesagt. Die Überfahrt nach Warkum war bei Windstärke 3 bereits auf dem Markermeer etwas bewegt. Aber den Jachthafen dort erreichten wir bereits um 15:30 Uhr und konnten noch in aller Ruhe ein paar Kleinigkeiten einkaufen, nachdem ich uns im Hafenbüro für die kommende Nacht angemeldet hatte. Bis auf das sehr empfehlenswerte italienische Restaurant „Majestic“, wo wir an einem Zweiertisch direkt am Kanal „Diepe Dolte“ eine schmackhafte Pizza aßen und den Abend bei romantischer Beleuchtung beschlossen, war unser Eindruck von Warkum eher schlecht. Das Städtchen wirkte insgesamt ungepflegt und schmutzig, wie wir es in Friesland eher nicht gewohnt sind.

Weiter ging unsere Fahrt am Dienstag in Richtung Groningen. Hier wollten wir am Mittwoch aufgrund des herannahenden Sturms für drei Nächte festmachen, weil wir davon ausgingen, dass man in dieser Stadt auch drei Tage verbringen kann, ohne sich stattgesehen zu haben. Doch vorher machten wir nach einem Törn von etwa 78 km um 19:00 Uhr am Naturanleger „Jistrumer Koloanje“ im Burgumer Mar für die Nacht bei strömenden Regen fest. Nach einer halben Stunde war dieser wie weggeblasen und auch ich hatte mich in der Zwischenzeit trockengelegt. Hier verbrachten wie eine sehr ruhige wolkenlose Vollmondnacht.

Stürmisches Groningen

Wie geplant konnten wir am Mittwochmorgen unsere Weiterfahrt über den Princess Margrietkanaal in Richtung Groningen fortsetzen. Auf dem Weg dorthin machten wir zwei weitere, für uns neue Erfahrungen: Fahre nie in eine Schleuse ein, egal was der Schleusenwärter sagt, solange ein bereits darin liegendes Frachtschiff seine Maschinen laufen hat. Der dadurch aufgebaute Sog und Druck macht ein Sportboot zum Spielball des Wassers und eine Kollision mit der Schleusenwand ist schier unausweichlich! Und die zweite neue Erfahrung betraf die telefonische Anmeldung der Ankunft in einen Sportboothafen vorab. Das taten wir dieses Mal, als wir mit weiteren Sportbooten auf die Einfahrt in die „Oostersluis“ in Groningen, kurz vor dem Jachthafen des Groninger Motorboot Club, warteten. Dieser war unser Ziel und wir wussten aus einem vorherigen Bootsurlaub, dass dieser Hafen nicht viele Gastliegeplätze hat. Und der sichere Hafen für die nächsten drei Tage war wichtig! Uns wurde auch ein letzter Notplatz für die erste Nacht direkt vor der Hafeneinfahrt zugewiesen. Und als die ersten beiden Sportboote aus der Schleuse heraus direkt in den Hafen steuerten und gleich darauf diesen wieder verlassen mussten, waren wir sehr froh, dass wir uns vorher telefonisch angekündigt hatten, denn uns war der Platz sicher!

Bis zum Samstag verbrachten wir die Tage mit vielem Laufen, um uns Groningen eingehend anzuschauen und an den Abenden die Lokalitäten zu erkunden. Und wir können abschließend sagen, dass es uns hier nicht langweilig wurde und es sehr angenehme drei Tage in dieser friesischen Stadt waren. Auch wenn wir noch immer Wind in Stärke 4 hatten, mussten wir trotzdem die Rückfahrt antreten, weil wir das Boot, die „La Palma“, am Montagmorgen abgeben mussten. Den Zwischenstopp für die vorletzte Übernachtung legten wir nach etwa 62 Kilometer Fahrt am bekannten Naturanleger auf einer Insel im Wide Ie bei Grou ein. Von hier fuhren wir am Sonntag nach 42 weiteren Kilometern gegen 17:00 Uhr im Heimathafen ein. Für den letzten Abend fuhren wir mit dem Auto noch einmal nach Lemmer, um den Urlaubsabschluss gebührend genießen zu können.

Der Urlaub in Bilder

Unsere Empfehlungen

Majestic Restaurant in Warkum

Ein authentisches Restaurant und eine Pizzeria in wunderschöner Lage direkt am Wasser. Unsere Pizzen werden mit viel Liebe in einem traditionellen Holzofen zubereitet, was ihnen einen unverwechselbaren Geschmack und einen herrlich knusprigen Boden verleiht.

Genießen Sie frisch zubereitete Speisen mit Blick aufs Wasser und beobachten Sie die vorbeifahrenden Boote. Das einladende Interieur und die entspannte Atmosphäre machen jede Mahlzeit zu einem besonderen Erlebnis.

Neben unseren Speisen können Sie auch eine sorgfältig ausgewählte Palette erlesener Weine, (Spezial-)Biere und köstlicher Cocktails genießen. Ob Sie sich für einen spritzigen Weißwein, ein kräftiges Glas Rotwein, ein Bier oder einen kreativen Cocktail entscheiden – wir haben für jeden Geschmack etwas dabei.

Ob Sie ein gemütliches Abendessen mit Freunden oder der Familie, einen Drink am Wasser oder ein Dinner zu zweit genießen möchten: Sie sind jederzeit herzlich willkommen, pure Aromen in stimmungsvoller Atmosphäre zu erleben.

(Quelle: https://majesticrestaurant.nl/)

Groninger Motorbootclub (GMC)

Unser GMC-Clubhafen liegt an der „Staande Mastroute“ (Stehender Mastweg), am Schnittpunkt des Eemskanaal und des Winschoterdiep, 1.800 Meter vom Zentrum der Hansestadt Groningen entfernt.

Es handelt sich um einen sicheren und freundlichen Clubhafen mit hervorragender Ausstattung (Trinkwasser, Strom, Toiletten, WLAN, Waschmaschine und Trockner). Er verfügt über eine einzigartige, direkte Verbindung zum Seehafen von Delfzijl. Der Eemskanaal ist wochentags Tag und Nacht schiffbar. Kein Wunder also, dass immer mehr Segelboote in unserem Hafen anlegen.

So wie die ANWB als Radsportverein begann, wurde der GMC vor über einem Jahrhundert als Motorbootclub gegründet. Heute sind wir ein dynamischer Wassersportverein, der günstige, dauerhafte Liegeplätze für Segelboote, Motorboote und Slupen anbietet.

(Quelle: https://www.gmc-groningen.nl/)

Theme: Overlay by Kaira | Copyright © 2023 by Christian Fanta